Apfellikör selber machen - aus frischen Äpfeln oder aus Apfelsaft


Einen Likör aus Äpfeln herstellen - hier gibt es das RezeptEinen Likör aus frischen Äpfeln oder aus Apfelsaft ganz einfach selber machen - wir zeigen Ihnen zwei Rezepte, mit denen das ganz einfach geht.
Vom Spätsommer bis in den Herbst hinein sind die Früchte des Apfelbaums erntebereit. Wer Besitzer eines eigenen Apfelbaums ist, hat oft eine reiche Ernte. Der Apfel lässt sich vielseitig verarbeiten. Auch selbst gemachter Apfellikör ist eine gute Option. Aber auch wer keinen Apfelbaum sein Eigen nennt, kann herrlich leckeren Apfellikör selber machen. Man benötigt nämlich nicht unbedingt frische Äpfel für einen selbstgemachten Apfellikör. Das funktioniert auch mit Apfelsaft. Hier folgen zwei Rezepte für selbstgemachten Apfellikör. Einmal mit frischen Äpfeln und ein weiteres Rezept nur mit Apfelsaft.



Übrigens: Selbstgemachter Apfellikör kommt meistens gut auf Partys an. Aber auch als Geschenk eignet sich dieser Likör ganz hervorragend.


Inhalt

1. Rezept 1: Apfellikör aus frischen Äpfeln
1.1 Zutaten
1.2 Zubereitung
1.3 Geschmackliche Verfeinerungen

2. Rezept 2: Apfellikör aus Apfelsaft
2.1 Zutaten
2.2 Zubereitung

 

Rezept 1
Apfellikör aus frischen Äpfeln

Zunächst folgt die Likörvariante mit frischen Äpfeln. Wer keine eigenen frischen Äpfel hat, kann sich diese natürlich auch beim Apfelbauern, auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt besorgen. 

Die Zutaten

  • 1-1,2 kg Äpfel
    süß oder sauer, je nach Geschmack. Es eigenen sich besonders fruchtige Äpfel wie z.B. Boskop, weil dann das Apfelaroma besonders gut zur Geltung kommt

  • 0,75l Schnaps
    Hier eignen sich verschiedene Sorten. Klare Schnäpse wie z.B. Wodka oder Korn schmecken eher neutral und lassen das Apfelaroma besonders durchklingen. Man kann aber auch Rum oder Cognac verwenden. Damit bekommt der Apfellikör noch eine weitere Geschmacksnuance und wird insgesamt irgendwie "runder". Wir empfehlen einen guten und leckeren Rum für die Herstellung von Apfellikör. Der Rum oder Cognac sollte ca. 40 bis 44% haben. Hochprozentige Rumsorten machen den Likör zu stark und alkoholisch. 

  • Gewürze - hier kann man ganz nach Geschmack variieren. Man muss nicht alle Gewürze verwenden. Auch mit den Mengen der Gewürze einfach etwas rumexperimentieren.
    • drei bis vier Gewürznelken
    • eine bis zwei Stangen Zimt
    • 1 aufgeschnittene Vanilleschote
    • 4-5 Kardamomkaspeln

  • optional: 200-500g brauner Rohr-Zucker oder Kandis. Mit dem Zucker kann man experimentieren. Wir schlagen vor, erstmal nicht zu viel dazu zu geben. Wenn die Äpfel selber schon süß sind, sollte weniger Zucker dazu gegeben werden. Wenn es es eher saure Äpfel sind, kann Zucker nicht schaden. Mehr als 500g Zucker, bzw. Kandis ist nicht empfehlenswert. Wir empfehlen Kandiszucker zu nehmen.

Das Rezept - die Zubereitung

  1. Für den Ansatz werden die Äpfel gewaschen, in Stücke geschnitten und vom Kerngehäuse befreit. Die Schale ist geschmacksgebend und sollte daher drangelassen werden.

  2. Apfelstücke und Gewürze in ein Großes verschließbares Gefäss geben. Wir nehmen ein großes WECK-Glas. Die Vanilleschote auskratzen und alles dazugeben. Wenn man Zucker verwenden möchte, diesen auch dazu geben.

  3. Mit dem Schnaps (Rum, Cognac, Wodka, etc- siehe Zutatenliste) auffüllen.

  4. Das Glas verschließen. Das Glas ungefähr viert Tage jeden Tag beobachten und einmal durchschütteln, damit sich der Zucker auflöst und die Zutaten sich gut vermischen. Danach ist der Likör leider nich nicht fertig und heißt nochmal warten. Das gut verschlossene Gefäß die nächsten vier Wochen an einem dunklen, wenn möglich nicht zu warmen Platz stellen und den Likör reifen lassen.

  5. Nach der Verweildauer wird der Ansatz abfiltriert. Man kann dies mit einem Kaffeefilter oder mit einem Geschirrtuch (kein duftendes Wadschmittel, bzw. Weichspüler!) machen.

  6. Der Likör ist nun fertig und kann in Flaschen abgefüllt werden. Hierfür eignen sich sehr gut Bügelflaschen. Die Flaschen unbedingt vorher mit kochendem Wasser ausspülen.

 

Geschmackliche Verfeinerungen

  • Bei zu süßem oder zu alkohollastigem Ansatz eignet sich eine Verlängerung mit Wasser.
  • Bei zu säuerlichem Ansatz eignet sich eine Zuckerlösung.
  • Wenig Aroma bedarf dem Hinzutun von neuen Äpfeln und noch einigen Wochen Einwirkzeit.

Der fertige Likör ist in Prinzip trinkfertig. Er kann aber auch noch bis zu drei Monate nachreifen. Wir gehen davon aus, dass die meisten aber nicht so lange warten möchten und sagen: Zum Wohl! Lassen Sie es sich schmecken!

Selbstgemachter Apfellikör - sehr lecker und aromatisch



Rezept 2
Apfellikör aus Apfelsaft

Apfellikör aus Apfelsaft funktioniert ähnlich wie die Variante mit frischen Äpfeln. Der Apfelsaft wird allerdings mit den anderen Zutaten (außer dem Rum/ Wodka) aufgekocht und danach direkt in Flaschen gefüllt.

Die Zutaten

  • 0,75L frischer Apfelsaft
  • 350g braunen Zucker oder Kandiszucker
  • 0,75L Rum oder Wodka
  • Ein Päckchen Vanillezucker oder das Mark einer Vanilleschote
  • Eine Zimtstange
  • evtl. zwei Gewürznelken

 

Das Rezept - die Zubereitung

  1. Den Apfelsaft, den Kandis (oder braunen Zucker), den Vanillezucker (oder alternativ das Mark der Vanilleschote), die Zimtstange und optionale andere Gewürze (z.B. zwei Gewürznelken) in einen Topf geben und aufkochen. Der Zucker sollte sich ganz aufgelöst haben.

  2. Abkühlen lassen.

  3. Die Gewürze aus der Masse sieben.

  4. Die Flüssigkeit mit Rum oder Wodka mischen.

  5. Das Ganze in vorher heiß ausgespülte Bügelflaschen füllen.

  6. Verschließen und zwei bis drei Wochen gurchziehen lassen.

  7. Fertig ist der Apfellikör aus Apfelsaft.

 

Wir wünschen gutes Gelingen!

[Das Bild ist von bangli 1 / very busy - via Flickr - vielen Dank!]




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Apfel, Likör

Kommentare (3)

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Super! Habe die zweite Variante mit Apfelsaft gemacht! Echt einfach und schnell und sehr, sehr lecker! Für die Mädelsrunde genau das Richtige! Vielen Dank!

  Maia
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Hat gut geklappt. Habe die Variante mit Apfelsaft gemacht. Die fand ich einfacher. Nelken habe ich weggelassen. Hat super geschmeckt! Auch schon nach einer Woche!

  Stuart
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Man muss zwar lange warten, aber was dann raus kommt ist einfach nur lecker!

  Eduarth54
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