Anleitung: Met - Honigwein selber machen


Honigwein aus leckerem Honig herstellenHonigwein wird auch Met genannt. Dieses Getränk wird vielerorts als das Getränk der Germanen, manchmal auch als das Getränk der Götter bezeichnet. Wie auch immer - Met ist richtig lecker und gerade im Winter heiß genossen eine echte Alternative zum Glühwein. Wer seine Gäste und auch sich selber mit einer Honig-Köstlichkeit also mal richtig überraschen möchte, sollte einmal Met anbieten.
Honigwein kann man im Lebensmittelgeschäft kaufen. Man findet ihn bei den Weinen im Regal. Auch viele örtliche Imkereien stellen Met mitlerweile selber her und bieten ihn in einer recht ordentlichen Qualität an.

Natürlich kann man den leckeren Honigwein auch selber machen. Für diejenigen, die sich einmal daran versuchen möchten, haben wir hier ein Rezept.


Zutaten
(reicht für ca. 5 Liter Met. Wer mehr oder weniger benötigt, kann dementsprechend umrechnen)

 

  • 2 kg Honig*
  • ca. 2 TL Reinzuchthefe**
  • 4 Liter Wasser
  • 1 Liter Apfelsaft

*Man muss nicht unbedingt hochwertigen Honig verwenden. Günstiger Blütenhonig ist für die Herstllung von Met auch in Ordnung

**Bei der Reinzuchthefe nimmt man am besten eine, die zur Herstellung schwerer Weine benutzt wird. Hierzu zählen Madeira, Burgunder, Sherry oder auch Portwein. Wichtig zu wissen ist, dass die Art der Hefe auch auf den Geschmack des Mets Einfluss nimmt. Die Burgunderhefe eignet sich gut für Einsteiger. Man kann aber auch im Laufe der zeit mit anderen hefen experimentieren.




Werkzeug:

  • Gärballon (Gärflasche)*
  • Thermometer
  • drei grosse Töpfe (einen für das Wasser und den Apfelsaft, einen für den Honig und einen für das Wasserbad)
  • übliche Küchenutensilien
  • einen Herd

*Zur Herstellung von Met braucht man eine Gärflasche. Diese gibt es im Fachhandel oder im Internet aus Glas und aus Kunststoff zu kaufen. Für die oben angegebene menge an Met empfehlen wir einen 10 Liter Glasballon. Der Ballon sollte ausßerdem einen Gäraufsatz mit einem passenden Gummistopfen haben, denn beim Gärprozeß entsteht Kohlendioxid und das muß entweichen können. Auflassen kann man den Ballon nicht, denn von außen darf keine Luft nach innen dringen. Der Gäraufsatz funktioniert im Prinzip wie ein Ventil. Es empfiehlt sich also in eine ordentliche Gärflasche zu investieren.

Zubereitung

  • Zuerst einmal muss der Honig im Wasserbad aufgelöst werden. Dazu ist es wichtig, dass man die Temperatur nicht über 40Grad einstellt. Das ist wichtig, wei lder Honig ansonsten "kapputt" geht. Das Aroma soll ja schliesslich geschont werden.

  • Wenn der Honig zu zäh ist und sich nicht auflöst, kann man auch etwas Wasser mit hineingeben. Für das Auflösen des Honigs immer genügend Zeit einplanen.

  • Zwischendurch umrühren bis sich der Honig gleichmässig erwärmt hat.

  • In der Zwischenzeit das Wasser zusammen mit dem Apfelsaft ebenfalls auf 40Grad erwärmen.

  • Den aufgelösten Honig dazugeben und ständig dabei umrühren, so dass sich der Honig gut im Wasser-Apfelsaft-Gemisch auflöst.

  • Jetzt wartet man, bis die Flüssigkeit eine Temperatur von ca 20Grad erreicht hat.

  • Jetzt die Hefe dazugeben. - Hefebakterien sterben ab einer Temperatur von 28Grad ab. Deshalb ist es wichtig, solange zu warten, bis das Gemisch abgekühlt ist. Genauso wichtig ist es allerdings, dass das Gemsich nicht auf unter 20Grad abkühlt, denn dann ist es der Hefe zu kalt und sie produziert keinen oder nur wenig Alkohol.

  • Jetzt das Ganze in den Gärballon abfüllen und mit dem Gäraufsatz verschliessen

  • Den Ballon an einen warmen Ort und nicht direkt in die Sonne stellen. Der Keller oder die Abstellkammer sind dafür evtl. zu kalt. Auf dem Küchenschrank wäre z.B. ein passender Ort. Die Temperatur an diesem Ort sollte zwischen 20 und 25Grad liegen.

  • Jetzt muss man 8 bis 21 Tage warten. Zwischendurch natürlich immer ein Auge auf den Met werfen.

  • Wenn sich reichlich CO2 bildet, empfiehlt es sich, den Ballon zu schwenken. So kann man die Reife beschleunigen.

  • Bildet sich kein CO2 mehr, ist der Met im Prinzip fertig. D.h., wenn der Met bei der Verkostung nicht mehr odeer nur noch wenig perlt ist es soweit.

  • Der Met sollte jetzt aus dem Gasballon herausgelassen werden. Das geht am besten mit einem Schlauch, in den man unten eine Kerbe einschneidet, damit er sich nicht am Boden des Gasballons festsaugt.

  • Mit Hilfe des Schlauchs den Met mit dem Mund ansaugen. Dann läuft die Flüssigkeit von selbst aus der Flasche heraus. Wichtig ist ,dass das Schlauchende nicht in die Hefeschicht am Boden des Gärballons reintaucht, denn die Hefe wolle nwir jetzt nicht mehr dabei haben.

Der Met ist jetzt noch recht spritzig und kann noch ein bis zwei Monate nachgären. Man kann ihn aber auch jetzt schon trinken.

  • Wer den Honigwein noch nachgären lassen möchte, füllt ihn einfach wieder zurück in den gesäuberten Gasballon, steckt den Gäraufsatz wieder drauf und wartet.


Achtung!
Nur komplett gegorener Met lässt sich auch in normale Flaschen abfüllen. Wenn der met noch nicht vollständig gegoren ist, können die Flaschen platzen, in denen er sich befindet.


[das Bild ist von lowlevelrebel - vielen Dank!]




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Kommentare (4)

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"Hefebakterien sterben ab einer Temperatur von 28°C ab."

Das ist soweit richtig, allerdings handelt es sich bei Hefe nicht um Bakterien, sondern um Pilze.

 
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Hallo Silvi,

Du kannst Flüssighefe genauso verwenden wie Trockenhefe. Die Entscheidung beleibt also am Ende Dir überlassen. Trockenhefe ist nicht überall zu bekommen. Flüssige Reinzuchthefe wird öfter verwendet. Dabei musst Du nur beachten, dass...

Hallo Silvi,

Du kannst Flüssighefe genauso verwenden wie Trockenhefe. Die Entscheidung beleibt also am Ende Dir überlassen. Trockenhefe ist nicht überall zu bekommen. Flüssige Reinzuchthefe wird öfter verwendet. Dabei musst Du nur beachten, dass Du zusätzlich eine Starterkultur verwendest.

Wikipedia sagt folgendes zu Flüssighefe contra Trockenhefe:

Pro Trockenhefe

- Trockenhefe ist länger haltbar.
- Es hat sich oft gezeigt, dass Trockenhefe eine höhere Reinheit/Qualität aufweist als Flüssighefen.

Pro Flüssighefe

- Es ist nicht unbedingt notwendig einen Gärstarter anzusetzen oder die Hefe zuerst in einer größeren Menge Wasser zu lösen, bevor sie dem Gäransatz zugegeben wird. Bei der Herstellung weinähnlicher Getränke wird dennoch ein Gärstarter empfohlen.

LG, Hannes

Weiterlesen
 
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Eine Frage.
Nimmt man für die Herstellung Trocken- oder Flüssighefe??
Liebe Grüße

 
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Hier auch nochmal weitere Infos zur Metherstellung: https://www.metonkel.de/metherstellung/

 
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