Ficus Ginseng richtig pflegen - so fühlt sich der Ficus richtig wohl


Ficus Ginseng pflegen - so geht´sFicus Ginseng - so wird diese Ficusart richtig gepflegt.
Der Ficus Ginseng ist eine Ficusart, welche in den tropischen Regenwäldern in zahlreichen unterschiedlichen Arten beheimatet ist. Dort kann dieser immergrüne Feigenbaum zudem eine stattliche Größe bekommen. Besonders beliebt ist bei uns diese Art als Bonsai. Da diese Pflanze sehr pflegeleicht ist, eignet sie sich gut für Bonsai-Einsteiger. Aber auch als normale Zimmerpflanze kann sie problemlos gezogen werden.



Benötigte Materialien

Inhalt
  1. Der richtige Standort
  2. Gießen
  3. Düngen
  4. Schneiden
  5. Umtopfen
  6. Wichtige Tipps

Da der Ficus Ginseng sehr pflegeleicht ist, bedarf es auch keiner besonderen Werkzeuge. Man benötigt jedeglich einen Blumentopf oder falls er als Bonsai gezogen wird eine Bonsaischale. Weiterhin wird eine regelmäßige Düngung empfohlen, wobei Dünger in flüssiger Form zum Einsatz kommt. Schließlich braucht man noch eine Garten- oder Bonsaischere, um die Pflanze in die gewünschte Form zu bringen und ein wenig Substrat. Im Sommer benötigt man zudem noch einen Blumensprüher.




Die richtige Pflege eines Ficus Ginseng

Der richtige Standort

Am liebsten hat es diese Pflanze hell. Also sollte ein heller und freundlicher Standort bevorzugt werden. Allerdings ist direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden, da diese der Pflanze eher schadet und es zu Sonnenbrand auf den Blättern kommen kann. Ideal ist weiterhin eine Temperatur zwischen 18 und 22°C. Dabei sollte Zugluft vermieden werden. Im Sommer fühlt sich die Pflanze auch auf dem Balkon recht wohl. Sobald die Temperaturen jedoch unter 15°C fallen, sollte die Pflanze wieder nach Drinnen kommen.


Gießen

Ein Ficus Ginseng sollte regelmäßig gegossen werden, wobei zu beachten ist, dass gerade die häufig verwendeten flachen Schalen, die die an Ginseng erinnernde Form der Wurzeln der Pflanze besonders schön herausstellen, ebenso schnell austrocknen wie auch zu nass werden können. Staunässe durch übermäßiges Gießen ist unbedingt zu vermeiden, ein völliges Durchtrocknen der Blumentopferde oder des verwendeten Substrats jedoch ebenso. In beiden Fällen drohen sonst Schädigungen des Wurzelballens der Pflanze. Gegossen wird mit abgestandenem Leitungswasser, das Zimmertemperatur haben sollte. Ist das Wasser besonders hart, kann es durch sauberes Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser beliebig "gestreckt" werden. Im Sommer bekommt es dem Ficus Ginseng zudem sehr gut, wenn er regelmäßig mit abgestandenem Wasser besprüht wird. Dies erhöht die Luftfeuchtigkeit. Dazu kann ein normaler Blumensprüher verwendet werden.

Wie bei den meisten Pflanzen sollte der Ficus Ginseng so gegossen werden, dass seine Blätter nicht durch das Gießwasser benetzt werden. Zwar ist sein dickes, ledriges Laub weitgehend unempfindlich gegenüber Nässe, jedoch können eintrocknende Wassertropfen unschöne Kalkspuren auf den Blättern hinterlassen, die dann in mühevoller Kleinarbeit entfernt werden müssten. Außerdem vermeidet man, hat man sich einmal an diese Form des Wässerns gewöhnt, das versehentliche Benetzen der Blätter mit düngerhaltigem Gießwasser.

Der Ficus Ginseng schätzt es nicht nur im Winter bei trockener Heizungsluft, gelegentlich von einer Nebelwolke aus dem Zerstäuber eingehüllt zu werden - eine Spezialbehandlung, die ausgleichend wirkt und welche die Pflanze widerstandsfähiger gegen Stressfaktoren und Schädlingsbefall machen kann. Auch im Sommer, auf der Terrasse oder an einem vorzugsweise halbschattigen Gartenstandort, ist das gelegentliche Einsprühen mit weichem Wasser eine Routine, die beibehalten werden sollte.

Düngen

Aufgrund seiner speziellen Form wird angestrebt, den Ficus Ginseng nicht durch zusätzliche Düngung zu Größenwachstum anzuregen, sondern sie lediglich mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen, die für eine dichte, gesunde Belaubung notwendig sind. Stickstoffhaltige Dünger sind hierfür wesentlich. Im Winter können die Düngergaben auch völlig eingestellt werden, um das Bilden von langen Blättern und den so genannten "Angsttrieben" zu vermeiden. Die Pflanzen leiden ohne eine Spezialbeleuchtung in diesen Monaten grundsätzlich unter Lichtmangel und sollten deshalb keinesfalls zum Wachstum angeregt werden. Zur Düngung empfiehlt sich ein handelsüblicher Dünger für Grünpflanzen, obwohl die Dosierung in speziellen (aber wesentlich teureren) Bonsaidüngern spezifisch auf die Bedürfnisse von Pflanzen abgestimmt wurden, die zwar eine dichte, kompakte Krone ausbilden, dafür jedoch möglichst wenig wachsen sollen.

Im Zweifelsfall sollte seltener und in niedrigerer Konzentration, als auf der Verpackung angegeben, gedüngt werden. Dann besteht auch nicht die Gefahr, dass die Nährstoffkonzentration im Substrat höher ist als in den Wurzeln des Ficus und sich somit der Mineralstoffaustausch umkehrt. Verfärbungen im Laub der Pflanze können auf einen Nährstoffmangel hinweisen, jedoch auch auf einen zu sonnigen Standort oder Schädlingsbefall. Um die Pflanze zu retten, sollte in solch einem Fall fachmännischer Rat eingeholt werden - idealerweise in dem Gartenzentrum oder Blumengeschäft, in dem der Ficus Ginseng erworben worden ist.


Blätter des Ficus Ginseng


Schneiden

Der Ficus Ginseng wird für gewöhnlich mit den bereits vom Züchter geformten, für ihn typischen ginsengartigen, freiliegenden Wurzeln erworben. Ziel des Beschneidens des Bäumchens soll es sein, die vorhandenen Proportionen beizubehalten und kein übermäßiges Größen- oder Breitenwachstum zuzulassen. Dies bedeutet, dass neue Triebe regelmäßig entfernt oder zumindest radikal eingekürzt werden sollten, damit der Ficus seine Form behält. Regelmäßiger Schnitt verdichtet zudem die Belaubung; sollte die Pflanze durch Zugluft, auf die sie sehr empfindlich reagieren kann, Blätter verloren haben, kann ein geschickter Rückschnitt den Neuaustrieb fördern. Überall dort, wo ein dicker Ast wachsen soll, wird zuerst nicht geschnitten. Bei der Bildung der Krone muss schon sehr früh geschnitten werden. Alle Äste, an denen bereits fünf Blätter wachsen, werden bis auf zwei Blätter eingekürzt. Das regelmäßige Schneiden ist bei dieser Pflanze von größter Wichtigkeit, da aus dem alten Holz sonst keine neuen Triebe nachwachsen. Auch abgestorbene Äste sollten immer sofort entfernt werden. Zum Schneiden von dickeren Ästen empfiehlt sich außerdem der Winter, da jetzt die Wachstumspause herrscht und der Baum nicht ausbluten kann.

Zum Beschneiden des Ficus Ginseng kann selbstverständlich eine entsprechende spezielle Bonsai-Schere verwendet werden; eine scharfe Nagelschere oder kleine Gartenschere tut es jedoch ebenso. Wichtig ist, beim Rückschnitt das Laub und die feinen Äste nicht zu verletzen, um den Gesamteindruck der Pflanze nicht zu beeinträchtigen. Insgesamt bedeutet es für den Ficus weniger Stress, wenn ein notwendiger größerer Rückschnitt nicht auf einmal, sondern stufenweise, im Verlauf von ein bis zwei Wochen durchgeführt und der Pflanze immer ein paar Tage Zeit gelassen wird, sich anzupassen. Steht der Ficus im Freien, ist an einem solchen Rückschnitt- und am folgenden Tag direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden; auch in der Wohnung ist eine zusätzliche Beschattung - und eine extra "Nebelgabe" empfehlenswert.

Umtopfen

Obwohl der Ficus Ginseng nur sehr langsam in die Höhe und Breite wächst, muss er gelegentlich umgetopft werden. Hier gelten die Regeln, die bei allen Bonsai gelten. Verbrauchte Erde oder Substrat, das nicht mehr durchlässig genug ist, wird ersetzt. Bei dieser Gelegenheit sollte der Wurzelballen der Pflanze auf Schädigungen untersucht werden. Staunässe oder Schädlingsbefall hinterlassen deutliche Spuren; krankes Wurzelwerk muss dann dringend entfernt werden. Hauptwurzeln gesunder Pflanzen können um ein Drittel eingekürzt werden, das feinere Wurzelwerk kann vorsichtig gekürzt und ausgedünnt werden. Zu beachten ist, dass die Flüssigkeit- und Nährstoffaufnahme über dieses feine Wurzelgeäst erfolgt; ein vollständiges Entfernen desselben würde dazu führen, dass die Pflanze vertrocknen müsste.

Meist ist der Substrataustausch ausreichend, so dass der ursprüngliche Topf oder die Pflanzschale wieder verwendet werden kann. Nur alle paar Jahre könnte es notwendig werden, ein etwas größeres Pflanzgefäß zu wählen. Je ein Zentimeter Längen- und Breitenzugabe sollten dabei ausreichend sein. Da der Wurzelballen des Ficus mit der Zeit das Pflanzgefäß weitgehend ausfüllt und dessen Form annimmt, sollte auch der neue Container diese Form aufweisen oder zumindest die Wurzeln nicht in eine andere Form pressen. Auch ästhetisch ist es zumeist oft ratsam, bei einer Form der Pflanzschale oder des -topfes zu bleiben.

Wichtige Tipps und was es zu beachten gibt

  • Am besten gedeiht die Pflanze auf einem durchlässigen und grobkörnigen Substrat. Allerdings kann auch Bonsaierde oder ein Gemisch aus Sand, Lehm und Pikiererde verwendet werden. Damit die Pflanze gut gedeiht, wird der jährliche Wechsel der Erde oder des Substrates empfohlen.
  • Verliert die Pflanze die Blätter, kann es verschiedene Ursachen geben. Schuld können zum Beispiel ein zu kühler Standort, Staunässe aber auch ein zu trockener Wurzelballen sein. Weiterhin können aber auch trockene Heizungsluft, Nährstoffmangel, Lichtmangel, Zugluft oder Kälte von unten die Auslöser sein.




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