Rasendünger selber machen - Schritt für Schritt erklärt


Brennesseljauche als natürlicher RasendüngerFür viele Gärtner ist ein gesunder und lückenlos gepflegter Rasen das A und O: Schön dicht soll er sein, dabei aber auch besonders strapazierfähig. Neben einer regelmäßigen Bewässerung und einem sorgfältigen Rasenschnitt sollte die Rasenfläche in regelmäßigen Abständen sorgfältig gedüngt werden.


Nur wenige Zutaten
Wer auf den handelsüblichen Dünger verzichten und trotzdem über guten Rasendünger verfügen will, benötigt:

● Kalk
● Brennnesseln
● Wasser

Alternativ auch

● Hühnerdung
● Wasser

Dazu stellt man sich eine Gießkanne mit Brausekopf und einen Rasensprenger bereit.

Rasendünger selbst gemacht
Wichtig für ein ebenso opulentes wie üppiges Rasenwachstum sind ein humoser und lockerer Boden sowie eine sorgfältige Bewässerung, am besten in den frühen Morgenstunden. Stark, dicht und gesund bleibt der Rasen, wenn er von Zeit zu Zeit mit nahrhaftem Dünger versorgt wird. Den notwendigen Dünger stellt man selbst ganz einfach her - „geruchsneutral“ ist die Herstellung allerdings nicht möglich:

01 Ganz neu angelegter Rasen sollte zunächst einmal mit speziellem handelsüblichem Langzeitdünger versorgt werden. Nachdem der Rasen das zweite Mal geschnitten wurde, ist eine Kalkgabe erforderlich. Dazu können im Vorfeld gesammelte Eierschalen am besten in einem Mixer pulverisiert und anschließend über die Rasenfläche ausgebracht werden. Zu beachten ist allerdings, dass dieser selbst gemachte Kalkdünger staubt und so die Atemwege reizen kann. Weil aber Kalk im Handel in preiswerten Abpackungen zu 5 oder 10 Kilogramm angeboten wird, ist das Selbermachen eine ausnahmsweise schlechtere Alternative.

02 Dagegen kann hochwirksamer Rasendünger mit jeder Menge Stickstoff aus Brennnesseln und Wasser leicht selbst hergestellt werden. Clever ist, wer Brennnesseln in einen alten Jutesack gibt und den Sack für etwa 2 Wochen einfach in die Regentonne hängt. Die Tonne deckt man der unangenehmen Geruchsentwicklung am besten dicht ab. Nach dem Gärprozess der Brennnesseln ist ein gutes Düngemittel in der Tonne entstanden - den alten Sack mit den Brennnesseln kann man dann entfernen.

03 Die Brennnesselrückstände werden als hervorragende, allerdings auch übel riechende Dünger im Garten eingegraben.



04 Den Brennnesselsud aus der Regentonne bringt man mit seiner Gießkanne mit Brausekopf überall auf der Rasenfläche aus. Daran anschließend wird der Rasen gut bewässert, um alle Nährstoffe an die Wurzeln zu bringen.

05 Wer Hühnermist zur Verfügung hat, kann auch daraus besten Rasendünger machen. Dazu rechnet man auf 10 Liter Wasser etwa 500 Gramm Hühnermist – einfach pur aufgebracht wäre der Mist zu aggressiv. Wer den Dünger nicht mit Wasser anrühren will, streut den Mist auf dem Rasen aus und beregnet ihn anschließend gleich mit dem Rasensprenger, um die massiven Wirkstoffe aus dem Hühnerdung zu verdünnen.

06 Verschiedene Rasenmäher-Typen zerkleinern den Rasenschnitt so, dass er direkt auf der Rasenfläche liegen bleiben kann. So kann das abgemähte Gras verrotten; nach und nach können kleinere Mengen Stickstoff und Humus in den Boden eindringen. Diese bequeme und einfachste Form einer Rasendüngung wird allerdings zur langfristigen Versorgung des Rasens mit lebenswichtigen Nährstoffen nicht ausreichen.

[Das Bild ist von Thomas Kohler - via Flickr - vielen Dank]




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