Einen Kaminanschluss selber bauen - Schritt für Schritt erklärt Einen Kaminanschluss selber bauen - Schritt für Schritt erklärt Hot

Ein Kaminofen im Wohnzimmer schafft eine gemütliche Atmosphäre. Je nach Ausführung ist der Brennraum zu sehen und der flackernde Schein des Feuers erzeugt ein angenehmes Gefühl. Dabei sorgt ein Holzfeuer auf natürlichem Weg für eine gesunde Raumluft. Durch den Verbrennungsvorgang wird automatisch Frischluft in den Raum gezogen. Das Aufstellen und Anschließen eines Kaminofens ist mit etwas handwerklichem Geschick kein großes Problem. Lediglich die Verbindung zum Kamin der Zentralheizung muss hergestellt werden. Doch auch das lässt sich mit etwas Maurerwerkzeug und ein paar weiteren Dingen bewerkstelligen.

Materialien

  • Schlagbohrmaschine mit Steinbohrer
  • Ein kleiner Vorschlaghammer 2 Kg
  • Spitz- und Flachmeißel
  • Mörtel, Fertigmischung im 5-Kg-Sack
  • Wasserwaage
  • Bandmaß oder Zollstock
  • Einen Bleistift
  • Zwei Eimer, einer davon halb voll mit Wasser
  • Abdeckplane
  • Einen Schwamm
  • Einen Spachtel, breit
  • Eine Maurerkelle
  • Eisenwolle


Anleitung

01 In der Regel ist dem Kaminofen auch der Rauchabzug beigefügt, der die Verbindung zum Kamin der Zentralheizung herstellt. Mit dessen Maßen ist damit auch schon die Höhe des Kaminlochs gegeben. Entweder steht die exakte Höhe in der Anleitung zum Kaminofen oder sie wird einfach ausgemessen, in dem das Anschlussstück zur Probe aufgesteckt wird.

02 Jetzt kann das Loch angezeichnet werden. Hier sollte sehr sorgfältig vorgegangen werden, weil das Abzugsrohr des Kaminofens normalerweise nicht flexibel ist und ein schräg sitzendes Rohr alles andere als schön ist.


03 Wenn der Kreis an der Wand angezeichnet ist, sollte zuerst der Boden abgedeckt werden. Dann mit der Schlagbohrmaschine den Kreis entlang Löcher in die Kaminwand bohren. Ein Bohrhammer sollte nicht benutzt werden, da mit diesen Geräten schnell tiefe Risse in der Wand verursacht werden. Nach dem Anbohren des Kreises kommen Hammer und Meißel zum Einsatz. Dabei darauf achten, dass möglichst keine Bruchstücke in den Kamin selbst fallen, da diese sonst vom Kaminboden im Keller entfernt werden müssen. Ganz wird das nicht zu vermeiden sein, aber alle Kamine besitzen Wartungsklappen, über die Steine und Mörtelreste entfernt werden können. Je präziser das Loch dem Abzugsrohr angepasst ist, desto weniger muss das Rohr anschließend eingeputzt werden. Die Zentralheizung sollte natürlich während dieser Arbeiten abgestellt sein.

04 Wenn die Öffnung fertig ist, kann der Kaminofen aufgestellt werden und das Abzugsrohr in die neue Öffnung geschoben werden. Sollte die Öffnung wesentlich größer geworden sein, als das Rohr, so kann ein Kranz Stahlwolle um das Rohr gelegt werden zur zusätzlichen Abdichtung.

05 In einem der Eimer etwas Mörtel nach Anleitung anrühren und mit der Maurerkelle aufnehmen. Nun mit der Spachtel etwas Mörtel von der Kelle abnehmen und die Lücken zwischen Wand und Rohr verspachteln. Anschließend mit dem Schwamm glätten.

06 Meist befindet sich im Zubehör des Kaminofens ein Abdeckring für den Anschluss. Dieser sollte natürlich vor der Installation des Rohres aufgeschoben werden.


Tipps

  • Unbedingt den Mörtel gut austrocknen lassen, bevor der Kaminofen in Betrieb genommen wird. Zu schnelle und hohe Hitze führt zu Rissen.
  • Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Rohr dicht ist. Sicherheitshalber sollte der örtliche Kaminkehrer informiert werden, der den Kaminofen überprüfen kann und undichte Stellen mit einem Prüfgerät findet.


Kommentar schreiben

Sicherheitscode Aktualisieren